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Warum die Schweiz den internationalen Gesundheitsschutz langfristig stärken sollte

Pour Demain empfiehlt gemäss Whitepaper, dass die Schweiz 50 Millionen pro Jahr in die internationale Pandemievorbereitung investiert.


Infektionskrankheiten treten weltweit immer häufiger auf. Gemäss Bundesamt für Bevölkerungsschutz ist eine Pandemie das grösste gesellschaftliche Risiko für die Schweiz. Nationale Massnahmen alleine reichen nicht aus, um Pandemien zu verhindern oder einzudämmen. Internationale Anstrengungen sind gefragt, damit wichtige Instrumente der Pandemievorbereitung und -bekämpfung wie etwa die rasche Herstellung und Verfügbarkeit von Impfstoffen, Diagnostika und Behandlungen gewährleistet sind.


Empfehlungen für Politik

Auf der Grundlage von rund 20 Gesprächen mit Fachpersonen aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft erarbeitete Pour Demain in einem Diskussionspapier Empfehlungen und Investitionsszenarien. Darin wird die Prüfung zweier Umsetzungsmöglichkeiten zugunsten der langfristigen Stärkung des internationalen Gesundheitsschutzes empfohlen:


  1. Schaffung einer rechtlichen Grundlage zur langfristigen Finanzierung von Vorhaben zugunsten des internationalen Gesundheitsschutzes: Würde die Schweiz gemäss G20-Massstab jährlich 0.007% ihres Bruttoinlandsprodukts, d.h. rund 50 Millionen Franken, investieren, könnte sie ihren anteilsmässigen Beitrag zur Schliessung der Finanzierungslücke für internationale Pandemievorbereitung und -bekämpfung gewährleisten.

  2. Aufbau eines Kompetenzzentrums für internationalen Gesundheitsschutz: In einem Kompetenzzentrum kann die globale Pandemiebekämpfung und -vorbereitung durch Expertise, Vernetzung und gezielte Projekte verstärkt und gebündelt werden.


Schweiz hinkt OECD-Staaten hinterher

Die Koalition für Innovation in der Epidemievorbereitung (CEPI) beispielsweise zeigt, wie die internationale Pandemievorbereitung erfolgreich funktionieren kann. Der öffentliche Sektor investiert weltweit zu wenig in die Pandemiebekämpfung. Das gilt auch für die Schweiz. Ein Vergleich der OECD-Länder zeigt, dass die Schweiz deutlich Luft nach oben hat. Die Pro-Kopf-Finanzierung der CEPI stand in der Schweiz für die Periode 2017-2021 mit nur 1.3 Franken weit hinter anderen Ländern in Europa wie z.B. Deutschland (4.4), dem Vereinigten Königreich (5.0), der Niederlande (3.3) oder Norwegen (33.2).


Die Schweiz als Gesundheits-Hub ist dazu prädestiniert, sich stärker für den internationalen Gesundheitsschutz zu engagieren. Investitionen der Schweiz in die internationale Pandemievorbereitung und -bekämpfung tragen zu einer sicheren und gesunden Schweiz bei.



Dokumente


Für Rückfragen

Laurent Bächler, Programmbeauftragter Biosicherheit, Pour Demain, laurent.baechler@pourdemain.ch




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